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weiße Zaehne
Inlays aus Keramik werden in der Regel in einem Labor gefertigt und erfordern daher zwei Behandlungssitzungen. Aufgrund ihrer perfekten ästhetischen Eigenschaften (Transluzenz, Farbgebung) gilt die Keramik mittlerweile als Standard in der prothetischen Versorgung. Perfekt verarbeitet, ist eine solche Füllung vom natürlichen Zahn nicht mehr zu unterscheiden. Die Haltbarkeit von Keramikinlays ist heute die des Goldinlays. In unsere Praxis haben wir die Möglichkeit mit dem Cerec System CAD/CAM gefertigte Inlays in einer Sitzung anzufertigen und einzusetzten.

Modifizierte Keramikfüllungen / Komposit

Moderne Komposite sind heute die Wahl für kleine und mittelgroße Füllungen. Komposite sind Füllungsmaterialien, bestehend aus verschiedenen Kunststoffen und Sand (Siliziumdioxid). Ähnlich wie Amalgam ist dieses Material eine Art Paste, die in den Defekt schichtweise eingebracht wird. Zunächst wird eine etwaige alte Füllung oder die Karies entfernt. Dann wird der Zahnschmelzrand chemisch angeätzt, um durch die raue Oberfläche die Verbindung zwischen Zahn und Füllungsmaterial zu verbessern. Die Komposite werden anschließend schichtweise eingebracht und mit blauem Licht (Halogen- oder LEDLampe) ausgehärtet. Abschließend erfolgt die Formgebung und Abtragung von Kunststoffresten und die Politur, mit der die neue Oberfläche einen natürlichen Glanz zurückerhält. Komposite sind also in einer Behandlungssitzung realisierbar. Amalgam wird in unserer Praxis nicht verwendet.

Mit Füllungen können auch Unregelmäßigkeiten der natürlichen Zähne optisch verbessert werden, ohne die Zahnsubstanz zu schädigen. Komposite sind zumeist günstige Materialien und mittlerweile auch in ihrer Haltbarkeit bei kleineren Defekten mit anderen Versorgungsmöglichkeiten vergleichbar.

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Veneers

Keramik-Veneers sind hauchdünne (ca. 0,3 – 0,7 mm), lichtdurchlässige Verblendschalen, die mit einem Spezialkleber auf die Zahnoberfläche aufgebracht werden. Mit ihnen lassen sich abgebrochene Zähne, Zahnlücken oder –fehlstellungen korrigieren. Es ist ebenfalls möglich, mit diesem Verfahren unterschiedlich große Zähne optisch einheitlicher zu gestalten. Die Haftschale besteht aus Keramik und ist absolut bioverträglich.

Veneer ist das englische Wort für „verhüllen“ oder „verdecken“. Erste Veneers gab es schon in den 1930er Jahren. Sie wurden als temporäre Zahnverblendschalen für Nahaufnahmen von Filmstars entwickelt. Heute ist die Technik ausgereift und es lassen sich dauerhafte Zahnverblendungen herstellen. In einer ersten Sitzung wird der zu versorgende Zahn leicht an der Oberfläche beschliffen und ein anschließend ein Abdruck genommen. Das zahntechnische Labor fertigt daraufhin eine feine Keramikschale (ähnlich einem künstlichen Fingernagel) an, die in einer zweiten Behandlungssitzung mit einem speziellen Keramikkleber und Aushärtung mittels Licht befestigt wird. Das Verkleben ist relativ aufwändig und dauert i. d. R. etwa 30 Minuten. Um lange Haltbarkeit zu gewährleisten, empfiehlt sich die regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt sowie gute Pflege.

Gegenüber einer kompletten Überkronung des Zahnes wird bei dieser Methode viel gesunde Zahnsubstanz erhalten, da nur wenig geschliffen werden muss. Bei guter Pflege und regelmäßiger Prophylaxe sind Veneers eine sehr langlebige Behandlungsmethode. Nicht geeignet sind Veneers bei starker Karies, da die Zahnverfärbungen durch die dünne Schale durchscheinen und die Befestigung risikoreicher ist.

Durch die ästhetisch, zahnärztlich und zahntechnisch anspruchsvolle Konstruktion sind Veneers relativ teuer, bieten aber medizinisch anerkannte, ästhetisch und auch funktionell sinnvolle Lösungen.

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Vollkeramik

Vollkeramische Arbeiten entwickeln sich mittlerweile zu einem Standard in der zahnärztlichen Restauration. In den folgenden Kapiteln werden Sie immer wieder auf vollkeramische Versorgungen als optimalste Alternative stoßen. Was aber macht den Werkstoff Keramik so beliebt bei Ärzten und Patienten?

Grundsätzlich ist es natürlich der Wunsch jedes Zahnarztes und jedes Patienten, Defekte (Karies, Fehlstellungen, Frakturen, fehlende Zähne) ästhetisch und funktional bestmöglich zu versorgen. Für eine funktionale Wiederherstellung reichen die konventionellen Werkstoffe Gold und Metallkeramik auch nach wie vor aus. Sie sind biokompatibel und langlebig. Aber eben auch sichtbar und damit besonders im Fronzahnbereich ein unschöner Blickfang. Selbst die mit einer Keramikschicht verkleideten Metalle wirken bei genauerem Hinsehen künstlich und können z. B. zwischen Zahnfleisch und Krone dunkle Ränder durchscheinen lassen. Auch die Transparenz eines natürlichen Zahnes wird durch die „dunklen Metallkern“ nicht erreicht.

Um die natürliche Ästhetik der Zähne und des Zahnfleisches perfekt zu kopieren, bedarf es einer innovativen Methode. Durch enorme Fortschritte in Materialtechnik und –verarbeitung ist es heute möglich, fast sämtliche prothetischen Restaurationen (Kronen, Brücken, Implantataufbauten) komplett aus Keramik herzustellen. Die Farb- und Lichtbrechungseigenschaften des keramischen Materials entsprechen denen des natürlichen Zahnschmelzes, d.h. selbst der Farbverlauf kann den Nachbarzähnen angepasst werden sodass kein Unterschied mehr festzustellen ist.

Eine neue Versorgung wäre aber nicht zu empfehlen wenn neben der Ästhetik nicht auch die Funktion unseren Erfordernissen genügen würde. Eine hohe Bruchfestigkeit und Langzeitstabilität machen Keramik zu einem extrem belastbaren Zahnersatz. Besonders für Allergiker ist der Werkstoff eine echte Alternative, da er sich durch höchste Verträglichkeit auszeichnet, sodass es im Gegensatz zu metallischen Restaurationen kaum zu Sensibilitäten kommt. Vollkeramische Versorgungen sind chemisch unlöslich und auch kaum wärmeleitend. Ein unangenehmes Heiß-Kalt-Empfinden ist damit ausgeschlossen.

ramische Restaurationen sind erst einmal etwas teurer als herkömmliche Methoden, amortisieren sich aber langfristig aufgrund der sehr geringen Reparaturanfälligkeit. Eine durch ein gesundes und schönes Lächeln wiederhergestellte natürliche und selbstbewusste Ausstrahlung ist dabei der größte Gewinn.

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Ästhetische Kronen und Brücken

Krone

Nicht immer ist es möglich, einen Zahn mit einem Veneer zu verschalen. Beispielsweise dann, wenn die Oberfläche stark kariös geschädigt ist, Füllungen undicht sind oder Frakturen vorliegen. Dann wird in der Regel eine Krone auf den Zahn gesetzt. Auch wurzelkanalbehandelte Zähne mit ausgedehnten Füllungen sollten mit einer Krone versorgt werden. Die Frakturgefahr wird dadurch vermindert. Die Krone umhüllt den Zahn vollständig und verhindert so, dass der Zahn bricht. Damit sie die natürlichen Zähne möglichst gut nachahmen kann, muss eine gleichmäßige Schicht an Substanz vom Zahn entfernt werden.

Auch bei Kronen kommen verschiedene Materialien zur Anwendung. Das mittlerweile kaum noch verwendete Gold war bislang der Standard in der Kronenversorgung. Heute ist die Metallkeramikkrone eine bewährte und sehr haltbare Kronenart. Sie besteht aus einem Metallkern und wird mit einer Keramik verblendet, um ein natürliches Äußeres zu erhalten. Im Laufe der Zeit bildet sich oftmals das die Zähne umgebende Zahnfleisch zurück, so dass darunter liegende Teile der Krone sichtbar werden. Hier kommt es besonders auf die genaue Arbeit des Zahntechniklabors an, damit kein unschöner Metallrand zu erkennen ist.

So läuft die Behandlung ab: In der Regel sind mehrere Termine nötig, um eine Einzelzahnkrone herzustellen.

1. Behandlungssitzung: In dieser zeitaufwändigsten Sitzung wird der Zahn örtlich betäubt und teilweise abgeschliffen, um Platz für die Befestigung der Krone zu schaffen. Von dem vorbereiteten Zahnstumpf wird sodann ein Abdruck genommen. Ein mit einer Abformmasse gefüllter „Löffel“ wird auf die Zahnreihe gesteckt und härtet dort etwa fünf Minuten aus. Diese Prozedur ist oft mit einem leicht unangenehmen Würgereflex verbunden. Nach Entfernen kann von diesem Abdruck ein Provisorium erstellt werden, welches den Zahn schützt und bis zur zweiten Behandlungssitzung getragen wird.

Jetzt wird die Krone vom Zahntechniker im Labor hergestellt.

2. Behandlungssitzung: Nun wird die Krone einprobiert und ggfs. angepasst. Sind Sie und ihr Arzt zufrieden, wird sie endgültig zementiert.

3. Behandlungssitzung: Einige Tage nach dem Einsatz werden der Sitz und die Festigkeit erneut geprüft. Bei Bedarf können zu diesem Zeitpunkt auch noch kleine Änderungen vorgenommen werden.

Seit mehreren Jahren geht der Trend in der zahnprothetischen Versorgung eindeutig in Richtung Vollkeramik. Während die Biokompatibilität von Keramik nie in Frage gestellt wurde, war es bislang die unzureichende mechanische Stabilität und Festigkeit, die den Werkstoff nur begrenzt zum Einsatz brachten. Meist wurde er als Verblendung von Metallgerüsten verwendet. Moderne Herstellungsverfahren und die zunehmende Bedeutung eines ästhetisch perfekten Erscheinungsbildes haben die Vollkeramik als gleichwertiges Material in den Vordergrund geschoben. Mit Vollkeramiksystemen sind zweifelsohne die besten ästhetischen Ergebnisse zu erzielen. So genannte Schichtkeramiken können den natürlichen Farbverlauf eines Zahnes und seine Lichtdurchlässigkeit (Translumineszenz) perfekt kopieren. Industriell gefertigte hochfeste Keramiken sind mittlerweile so stabil, dass auch größere Versorgungen wie Brücken damit möglich sind.

Die Vollkeramikkrone kommt ganz ohne Metall aus. Bei einer perfekten zahntechnischen Verarbeitung ist kein Unterschied zu den Nachbarzähnen zu erkennen. Vollkeramikkronen werden i. d. R. im zahntechnischen Labor gefertigt. Dafür kommen modernste Geräte und Verfahren (Laserscan, automatisiertes Fräsen, Hochleistungsöfen) zum Einsatz. Einige Varianten erlauben es aber auch dem Zahnarzt, in seiner Praxis Kronen herzustellen. Ein optisches Scangerät (Cerec) erfasst den defekten Zahn und die Nachbarzähne, ein unangenehmer Abdruck im Mund ist nicht mehr nötig. Zusammen mit Ihnen modellieren wir das digitale Modell auf einem Rechner, bis die perfekte Passform gefunden ist. Während der nächsten 20-30 Minuten fräst eine Maschine aus einem kleinen Keramikblock die Krone. In nur einer Sitzung können Sie so eine ästhetisch und funktionell hochwertige Versorgung erhalten.

Zahnlücke

Zum Verlust eines oder mehrerer Zähne kann es durch vielfältige Ursachen kommen. Starke kariöse Zerstörung, Schädigungen des Zahnhalteapparates, Traumata bei einem Sturz oder Unfall oder aber auch durch Nichtanlage eines Zahnes nach dem Ausfall des Milchzahnes. Eine Lücke in der Zahnreihe hat nicht nur ästhetische Nachteile. Die benachbarten Zähne können in die Lücke wandern, der gegenüberliegende Zahn hat keinen Gegendruck mehr und bewegt sich in die Lücke. Der Knochen unter der Lücke bildet sich durch die fehlende Belastung noch schneller zurück. Das Kiefergelenk wird nicht mehr ausreichend abgestützt, woraus vielfältige Probleme entstehen können.

Je nach Größe und Anzahl der Lücken gibt es auch hier verschiedene Möglichkeiten, diese zu schließen bzw. die ursprüngliche Funktion und Ästhetik wiederherzustellen. Fehlt nur ein einzelner Zahn, wird er durch eine Brücke oder ein Implantat mit Krone ersetzt.

Die Brücke

Wird die Lücke von zwei gesunden Zähnen begrenzt, kann eine Brücke den fehlenden ersetzen. Dazu müssen die beiden angrenzenden Zähne so beschliffen werden, dass sie als Pfeiler für die Brücke verwendet werden können. Die neue Krone „hängt“ dann sozusagen zwischen zwei gesunden (aber beschliffenen) Zähnen.

Vorteil:
Ein Brückenersatz – optimal vom Labor gefertigt – ist ästhetisch gut gestaltbar, funktionell schnell adaptiert und provoziert ein nur sehr geringes Fremdkörpergefühl.

Nachteil:
Es müssen in jedem Fall Zähne beschliffen werden. Dabei kann es zu Schädigungen der Zahnnerven kommen und nachfolgend Wurzelbehandlungen notwendig machen. Die Mundhygiene ist durch die Gestaltung der Brückenglieder u. U. deutlich erschwert. Eine so genannte Sekundärkaries an den Brückenpfeilern ist oft die Folge. Reparaturen sind an zementierten Brücken schwierig. Der Kiefer bleibt bei einer Brücke an dieser Stelle ohne Zahnwurzel.

Üblicherweise wird auch hier ein Abdruck der Gebisssituation genommen und die Arbeit im zahntechnischen Labor gefertigt. Im sichtbaren Frontzahnbereich sind in jedem Fall vollkeramische Brücken zu empfehlen. Bei der Wahl des Materials gelten dieselben Kriterien wie bei Kronen.

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